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24.08.2019 00:03:53


Betriebskommission Forstbetrieb Region Kaiserstuhl

Feierabend – Treffpunkt – Wald
Die Forstbetriebskommission lädt die Bevölkerung der Gemeinden Fisibach, Kaiserstuhl und Rümikon am Freitag, 23. August 2019, um 19.00 Uhr, zu einem Feierabendtreffen in die Reben/Buechholz nach Rümikon ein. Nach einem kurzen Spaziergang mit einigen Infos zu den Themen „Biodiversität“ und „Eichenverjüngung“ (ca. 1 Stunde) freut sich die  Betriebskommission, den Abend mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei Wurst und Brot ausklingen zu lassen.
Parkplätze finden Sie in Rümikon, ausserhalb des Dorfes, nach den letzten Wohnhäusern an der Strasse Vordere Steubern, kurz vor Ermitage. Einen Lageplan finden Sie unter www.ruemikon.ch.


Käferstrategie
Die Forstbetriebskommission hat sich an ihrer letzten Sitzung eingehend mit der Problematik einer erneuten Borkenkäfermassenvermehrung in diesem Jahr auseinandergesetzt.
Im vergangenen Jahr kamen zu den Windwurfschäden aus dem Januarsturm beachtliche Mengen an Zwangsnutzungen durch Käferbefall aufgrund der sehr trockenen Witterung dazu. Vor allem das Gebiet Brunhalde in Fisibach war stark betroffen. Damit sind wir aber nicht allein. Leider sieht es in ganz Europa ähnlich aus. In Sachsen-Anhalt spricht man von den schlimmsten Schäden seit 70 Jahren (Lothar eingerechnet) und das Holz-Zentralblatt meldet „die Lage der Forstbetriebe in Deutschland ist schlecht und zum Teil existenzbedrohend“. Aus diesen Gründen hat die Kommission aufgrund des massiven Überangebots an Nadelrundholz und dem daraus folgenden tiefen Käferholzpreis beschlossen, wenigstens die Kostenseite
im Auge zu behalten und keine externen Dienstleister für die Schadenbekämpfung zu  engagieren. Das Forstteam wird Prioritäten festlegen und versuchen, die eigenen
Ressourcen möglichst zielgerichtet einzusetzen.
Die Eingriffe orientieren sich an den Empfehlungen der WSL (Eidg. Forschungsanstalt Wald, Schnee, Landschaft).
– Bekämpfungsmassnahmen sind auf diejenigen Fichten zu konzentrieren, bei welchen der Käfer noch im Stamm ist und mit der Ernte der Bäume beseitigt werden kann.
– Bäume, bei denen die Rinde schon abgefallen ist und damit aus Forstschutz-Sicht keine  Gefahr mehr darstellen, sollen stehengelassen werden. Zum einen um nicht den Holzmarkt weiter zu belasten und zum andern ergibt sich ein negativer Effekt, da die meisten natürlichen Gegenspieler 1 bis 2 Wochen länger in der Rinde verweilen als die Borkenkäfer. Von den Käfern verlassene tote Bäume können als wertvollen Lebensraum für zahlreiche  totholzbewohnende Organismen stehengelassen werden.
Für Fragen steht Ihnen das Forstteam jederzeit gerne zur Verfügung.



Datum der Neuigkeit 1. Juli 2019
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